Editorial

Von Dominik Drutschmann und Nancy Waldmann

Wir waren zu elft, hatten zwei Busse und zehn Tage Zeit. So machten wir uns auf den Weg in ein unbekanntes Land: Siebenbürgen. Dort trafen wir auf Dracula und andere Überraschungen. Es entstanden Geschichten von Menschen, die weggingen. Von welchen, die blieben. Und anderen, die zurückkehrten..

Malmkrog

Das letzte Dorf der Sachsen

Ein Film von Dominik Drutschmann und Steffi Unsleber

Mit dem Zusammenbruch des Ceaușescu-Regimes begann der Exodus der Siebenbürger Sachsen, hauptsächlich nach Deutschland. In ihre alten Häuser sind inzwischen Rumänen und Zigeuner eingezogen. Nur in einem Dorf wohnt noch eine große Gemeinde: in Malmkrog..

Gürteln

Ein Dorf hat einen Traum

Von Barbara Opitz und Stefanie Maeck

Gürteln ist ein verlassenes Dorf in Siebenbürgen. 1990, nach dem Sturz der Ceaușescu-Diktatur, wanderten die Sachsen in Scharen aus. Helmut Onghert, einer der letzten Bewohner, zeigt sein Dorf, wie es früher war – und was heute geblieben ist. Ein Rundgang durch ein Stück Siebenbürger Geschichte.

Besuch bei Dracula

Fürstchen der Finsternis

Von Tiemo Rink

Dracula lebt, hat aber Schnupfen. Zwischen Gummimasken, schlechten Filmen und frechen Touristen kämpft der Fürst der Finsternis sein letztes Gefecht. Eine Tagebuch-Reise ins transsylvanische Bran –
auf den Spuren von Jonathan Harker.

Landwirtschaft

Das liebe Vieh

Von Lena Müssigmann

Rumänischer Ackerboden ist konkurrenzlos billig. Ausländische Investoren haben längst zugegriffen und beackern ihre Felder mit modernstem Gerät. Tausende Kleinbauern pflügen ihre Felder noch mit dem Gaul und leben am Existenzminimum. Ein Besuch bei ungleichen Kollegen.

Peter Maffay im Interview

„Ich habe einen gut ausgeprägten Mittelfinger”

Das Interview führte Julia Reichardt

Mit 14 Jahren flüchtete Peter Maffay mit seiner Familie aus Siebenbürgen. Nach mehr als vier Jahrzehnten kam er zurück und gründete in der ehemaligen Heimat ein Ferienzentrum für traumatisierte Kinder. Im Interview spricht der Popstar über Wurzeln, Versöhnung und sein rollendes „R“.

Copşa Mică

Die vergiftete Stadt

Von Steffi Unsleber und Katrin Langhans

In den neunziger Jahren trug Copşa Mică den Titel „schwarze Stadt“. Zwei Industrieanlagen verseuchten die Umwelt mit Ruß, Blei und Cadmium. Das ist Vergangenheit, aber die Menschen leiden an den Spätfolgen. Wie geht es weiter im verseuchtesten Ort Rumäniens?

Harbachtal

Es fährt kein Zug nach Nirgendwo

Von Dennis Yücel

Früher war die Harbachtalbahn die Lebensader einer prächtigen Kulturlandschaft. 2001 wurde sie stillgelegt. Heute schlängeln sich ihre verrosteten Gleise durch eine Gegend voller Armut und Überalterung. Viele Menschen kämpfen dennoch für einen Aufschwung..

Nach dem Exodus

Das Ende vom Lied

Von Nancy Waldmann

Für die Siebenbürger Sachsen gab es kein Halten mehr, als 1990 die Tür in den Westen aufging und die Bundesrepublik mit Pässen winkte. Wer nicht schon da war, brach auf ins gelobte Land. Ihre Höfe übernahmen Zigeuner und Rumänen. Zu Besuch bei alten und neuen Jakobsdorfern.

Rückwanderung

Siebenbürgen, süße Heimat

Von Lisa Rokahr

Nur wenige Siebenbürger Sachsen sind in Rumänien geblieben, die meisten zieht es nach Deutschland. Was überdauert, sind Erinnerungen an die Heimat, ein unverwechselbares Land, an eine Kultur, die auszusterben droht. Doch nur wenige folgen ihren Gedanken zurück nach Siebenbürgen. So wie Mathias Krauss.

Pferdemarkt in Rumänien

Draußen vor dem Zaun

Von Stefanie Maeck

Auf dem Pferde- und Viehmarkt in Agnita lässt sich so ziemlich alles kaufen und verkaufen. Doch seit Rumänien in der EU ist, treffen strenge Richtlinien auf raue Männer und das pralle Leben. Ein Zaun soll Ordnung schaffen, doch er erhitzt die Gemüter.

Zigeunerkönig

Ein Herrscher zwischen den Welten

Von Barbara Opitz

Es ist nicht einfach eine Audienz beim König der Roma zu bekommen: Am leichtesten findet man ihn in der Kirche auf der Kanzel als Prediger. Ein Besuch bei Florin Cioaba, Sohn des großen Bulibasha,
im siebenbürgischen Hermannstadt.

Rumäniens junge Generation

„Wir wollen bleiben!“

Von Dominik Drutschmann und Undine Zimmer

Seit dem Ende des Ceauşescu-Regimes 1989 haben tausende Rumänen das Land verlassen; in Westeuropa suchten sie Arbeit und das persönliche Glück. Doch es tut sich was: Viele der jüngeren Rumänen wollen es in der Heimat schaffen. Fünf Hermannstädter erzählen, warum.